Hüllgraben (Daglfing, Johanneskirchen)

 

Der Hüllgraben ist ein künstlich angelegter Fluss. Er wird von einem künstlichen unterirdischen Zufluss aus dem Hachinger Bach gespeist und beginnt im Zamdorfer Gleisdreieck. Von dort aus verläuft er zunächst nach Norden und wechselt später seine Richtung nach Nordosten, wo er über einen Auffanggraben in den Ismaninger Speichersee geleitet wird. Dabei durchströmt er die Münchner Stadtteile Bogenhausen und Trudering. Ca. 1 Kilometer vor dem Auffanggraben kreuzt eine ehemalige Güterbahntrasse den Hüllgraben, die sich auch zu einem wertvollen Biotop entwickelt hat.

 

Auf dem Gebiet befindet sich ein wichtiges Vogeldurchzugsgebiet, Kiebitze kommen in größeren Schwärmen vor und brüten dort. Daneben gibt es artenreiches Flora- und Fauna-Vorkommen, weshalb der Abfanggraben als Biotop geschützt wurde. Seit 2009 läuft die Planung, große Teile des Zamdorfer Gleisdreiecks gemäß Bebauungsplan Nr. 1539 in ein Gewerbegebiet zu verwandeln. Dadurch würde ein großer Teil des Naturraums Hüllgraben verschwinden. Ausführliche Informationen zu dem Bebauungsplan und zu den Aktivitäten des Bundes Naturschutz gegen diese Maßnahmen finden Sie auf der Homepage des Bund Naturschutz in Bayern e.V. 

 

Mehr Informationen zum Hachinger Bach (pdf-download)

Mehr Informationen zum Grundwassermodell "Östliche Münchner Schotterebene"  (pdf-download)

 

Nordostkultur bietet zum Thema auch eine Radltour an: "Hachinger Bach Nord - vom Michaelibad nach Ismaning. Wo läuft das Wasser des Hachinger Baches hin?"

Mehr Informationen

 

 

 

Kiebitz im Biotop Hüllgraben

 

 

 

Fotos oben: © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.

Recherchen zum Hüllgraben (pdf-download) mit freundlicher Genehmigung von: Franz Kerscher http://home.mnet-online.de/kerscher