Mathias Gasteiger (1871–1934)

 

Mathias Gasteiger entstammt einer Südtiroler Bauernfamilie, er selber aber wird 1871 in München geboren wo er die Akademie der Bildenden Künste besucht. Zahlreiche Münchner Brunnen wie das berühmte "Brunnenbuberl" am Stachus oder der Dianabrunnen im Herzogpark (1908) und das Reiterstandbild "Pferdebändiger" neben der Rennbahn in Riem (Schichtl - / Landshamer Straße) zählen zu seinen Werken.

 

Gasteiger ist einer der angesehensten Künstler seiner Zeit im süddeutschen Raum. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung bekommt er schon mit 22 Jahren die Goldmedaille und ist bald gründet er in Schloss Deutenhofen bei Dachau eine Bildhauer- und Malerschule. Dort lernt er seine spätere, 1877 in Leipzig geborene Frau Anna Sophie Meyer kennen, die sich als Blumenmalerin einen Namen macht.

 

1902 erwirbt er in Holzhausen am Westufer des Ammersees ein Grundstück mit Sichtachse zum Kloster Andechs, auf dem er nicht nur sein Künstlerhaus errichtet, sondern auch einen Landschaftspark anlegt, die beide (heute mit Museum) für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Das in 11 Jahren entstehende Ensemble mit Bauerngarten und angrenzenden Wirtschaftsgebäuden ist einzigartig für den Münchner Jugendstil. Fast über ein halbes Jahrhundert hinweg bestimmt von da an die Landschaft um den Ammersee und seinem Wohnort Holzhausen, dem Zentrum einer um die Jahrhundertwende beliebten Künstlerkolonie, das Schaffen von Gasteiger. Der Künstler ist in Holzhausen / Utting begraben.

 

 

Denkmalsinschrift:

"Pferdebändiger. Errichtet 1937 von der Stadt München. Gestaltet von Matthias Gasteiger"

 

 

Foto: dietlind pedarnig, 2009