Theodor Haecker (1879–1945)

 

Der zum 1921 zum Katholizismus konvertierte Schriftsteller und Religionsphilosoph Theodor Haecker zählt zu den sprachmächtigsten Vertretern des katholischen Existentialismus und zu den radikalsten Kulturkritikern im "Dritten Reich".

 

1905 übersiedelt er von Esslingen am Neckar nach München zum Studium, wo er zunächst als Übersetzer tätig ist. Im Verlag Ferdinand Schreiber wird er dessen Stellvertreter und engster Mitarbeiter. Seine entschieden antinationalsozialistische Haltung führt bereits 1936 zu einem Rede- und 1938 zu einem Publikationsverbot. 1941 wird er Hauptschriftleiter des Schreiber-Verlags. Während dieses verordneten Schweigens schreibt Haecker 1939 bis 1945 die Aufzeichnungen der "Tag- und Nachtbücher" nieder, die postum veröffentlicht werden (1947). Haecker überlebt seinen Verleger-Freund Schreiber um drei Jahre und stirbt noch vor Kriegsende am 9. April 1945.

 

Haecker hatte seinen Münchner Wohnsitz in der "Schreiber-Villa", Möhlstraße 34.

 

 

 

Literatur:

Neue Deutsche Biographie, digitale Bibliothek der Bayerischen Staatsbibliothek, www.biographie-portal.eu/