Seff Weidl (1915 - 1972)

 

Der gebürtige Egerländer studiert von 1936 bis 1938 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Studien führen ihn nach Frankreich und Italien. Nach Kriegsdienst, Gefangenschaft und Vertreibung lässt er sich in Kreuth am Tegernsee als freischaffender Künstler nieder. Er unternimmt Reisen in Europa und nach Afrika und Amerika. Bereits 1948 stellt er zum ersten Mal mit dem Kunstverein in Stuttgart aus. 1950 erwirbt das Institut of Art in Chikago eine seiner Skulpturen. Er ist dann ständiger Gast in der Galerie Kleemann in New York und arbeitet für das Monterey Institut of Foreign Studies in  California. 

 

1955 erhält er den Förderpreis für Bildende Kunst der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Er stellt in München, Frankfurt und Basel, aber auch in San Francisco und anderen Städten in den USA aus. Steff Weidl ist in dieser Zeit der am meisten beschäftigte Bildhauer in der Bundesrepublik. Er schafft Skulpturen für öffentliche Plätze und Gebäude in vielen Städten der USA und in den deutschen Städten Bonn, Bremen, Essen, Friedrichshafen, Hannover, Hamburg, Köln, Lübeck München, Nürnberg, Regensburg und Ottobrunn. In Westerland auf Sylt stattet Weidl eine katholische Kirche mit Plastiken aus. 1968 verlegt Weidl sein Atelier nach München-Unterhaching, dann 1971 nach Inning am Ammersee, wo er im Alter von nur 57 Jahren verstirbt.

 

In der Parkstadt Bogenhausen hat Weidl eine Bronzeskulptur zum Gedenken an Dr. Paul Busching geschaffen.