Herzog Albrecht IV. der "Weise" (1447 - 1508)

 

Geboren 1447 als dritter Sohn von Albrecht III., übernahm der Wittelsbacher Herzog Albrecht 1465 die Regierung von Bayern. Er war der letzte Herzog von Bayern-München. Nachdem sich die Stadt Regensburg freiwillig an Bayern anschloss, er im Stillen Verträge für die Erwerbung Tirols geschlossen hatte, und weil er sich heimlich mit des Kaisers Tochter Kunigunde von Österreich vermählte, hatte Albrecht Streit mit Kaiser Friedrich III. Herzog Albrecht gab in der Folge Regensburg an das Reich zurück und brach die Verhandlungen mit Tirol ab. Durch einen im Jahr 1504 errungenen Sieg (Landshuter Erbfolgekrieg) wurde ihm Niederbayern zugeteilt.

 

 

Aventinus

 

 

Albrecht führte 1506 das Erstgeburt-Gesetz ein, wonach stets nur der älteste Sohn die Regierung des unteilbaren Landes übernehmen durfte. Der Herzog war ein großer Förderer der Künste und Wissenschaften. Aventin (Johannes Aventinus), der berühmte bayerische Geschichtsschreiber, übernahm die Erziehung seiner beiden Söhne, der Prinzen Ludwig und Ernst. Begraben wurde er 1508 in der Münchner Frauenkirche. Nach ihm wurde 1952 eine Parkanlage im Münchner Herzogpark benannt.

 

 

 

Abbildungen:

Barthel Beham: Bildnis des Herzogs Albrecht IV. des Weisen von Bayern (1535)

Hans Sebald Lautensack: Bildnis des Johann Aventinus (1554), Druck, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Graphische Sammlung 

Textquelle: 

Karin Bernst, "Ein Spaziergang durch den Münchner Nordosten", Kalender 2008, hrsg. vom Verein für Nordostkultur München e.V.