Prof. Wilhelm Nida-Rümelin (1876 - 1945)

 

Der in Linz geborene Bildhauer und Freskenmaler Wilhelm Nida-Rümelin hatte ab 1910 in München gelebt, danach von 1923 bis 1941 als ordentlicher Professor an der Staatsschule für angewandte Kunst in Nürnberg unterrichtet. Aus Altersgründen zog er 1941 wieder zurück nach München und übernahm er als Untermieter das große Atelier im Erdgeschoss des Hildebrandhauses in Bogenhausen.

 

Nida-Rümelins Kunstverständnis stand im Einklang mit den ästhetischen Vorstellungen des NS-Regimes, wobei er diese Form bereits vor der Machtergreifung 1933 gefunden hatte. Daher behielt er während des "Dritten Reichs" seine Nürnberger Professur, erhielt Aufträge für Repräsentationsbauten der neuen Machthaber und konnte an mehreren Ausstellungen teilnehmen. So stellte Wilhelm Nida-Rümelin zum Beispiel auf der "Grossen Deutschen Kunstausstellung" 1937 in München aus. 1942 erhielt er den Linzer Preis für bildende Kunst. Er nahm sich im Mai 1945 das Leben. 

 

Wilhelm Nida-Rümelin ist der Vater des Bildhauers Rolf Nida-Rümelin und Großvater des Politikers und Philosophen Julian Nida-Rümelin.

 

 

Werkauswahl:

 

"Fee", Bronzeskulptur, 1905, Stadtgarten am Saalbau, Essen

Stuckarbeiten am Stadttheater Heilbronn, 1913

Kriegerdenkmal, 1924, Ismaning

Totentanzfresko, 1931, Nordseite Rathaus von Lindau (übermalt 1972)

"Die Waffenschmiede", 1939, Relief Eingangsbereich DAF Berlin

"Schreitende mit Tuch", 1940, Steinplastik

 

 

Bildergalerie Werkauswahl:

 

 

   

 

     
 

 

 

 

 

 

Literatur:

Christiane Kuller, Maximilian Schreiber: "Das Hildebrandhaus. Eine Münchner Künstlervilla und ihre Bewohner in der Zeit des Nationalsozialismus", München 2006.