Rolf Nida-Rümelin (1910 - 1996)

 

Der in Starnberg geborene Bildhauer, erhielt seine erste Ausbildung bei seinem Vater, dem Bildhauer Wilhelm Nida-Rümelin, in München. Danach besuchte er die Staatsschule für Angewandte Kunst (jetzt Akademie) in Nürnberg, wo er sich mit vielfältigen Materialien wie Holz, Stein, Keramik, Bronze und Gips künstlerisch auseinandersetzt. Daneben fertigte er Intarsienarbeiten und erlernte die Stuck- und in Freskotechnik. 1930 bis 1931 besuchte er die Akademie Berlin bei Ludwig Gies, 1931 Rückkehr nach München und Bildhauerstudium an der Akademie der Bildenden Künste bei Bernhard Bleeker.

 

Von 1933 bis 1939 arbeitete er als selbstständiger Bildhauer in München. Es entstanden zahlreiche Skulpturen, Porträts und Porträtmedaillen, Kleinplastiken, Ölbilder, Aquarelle und die Fresken für das ehemalige Deutsche Jagdmuseum in München (lebensgroße Eiszeittiere).

 

1939 wurde Nida-Rümelin zum Kriegsdienst eingezogen. 1945 gelang ihm die Flucht aus russischer Gefangenschaft, sein Schwabinger Atelier war da bereits ein Opfer der Bomben geworden. Seit Kriegsende war er dann wieder als freischaffender Bildhauer in München tätig. 1945 bis 1969 arbeitete und wohnte er zusammen mit seiner Familie im Hildebrandhaus in Bogenhausen. (Sein Sohn Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Kulturreferenten der Landeshauptstadt München, verbrachte dort seine gesamte Kindheit und Jugend.) 1970 dann Umzug in sein Atelier-Haus in Oberföhring, An der Schanze 5, wo er bis zu seinem Tod 1996 blieb.

 

Rolf Nida-Rümelin hat in seinem umfangreichen Werk - für das ihm 1983 der Schwabinger Kunstpreis verliehen wurde - für den Stadtbezirk 13 Bogenhausen unter anderem geschaffen:

 

Skulptur "Vogelschwarm" (Oberföhring, 1971)

Brunnen "Radschlagender Pfau" (Bogenhausen - Herzogpark, 1973)

Bronzestatue "St. Emmeram" (Oberföhring - St. Emmeram, 1979)

 

 

 

 

 

Literatur:

Norbert Knopp in: "Rolf Nida-Rümelin. Plastiken", Edition Hanfstaengl München 1980.