Heinrich Waderé (18651950)

 

Der Bildhauer und Medailleur Heinrich Waderé wird am 2. Juli 1865 in Colmar (Elsaß) geboren. Nach seiner Lehre in einer Schnitzerwerkstatt studiert er bei Syrius Eberle an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1900 wird Waderé zum Professor für figurale Bildhauerei an der Akademie für Angewandte Kunst in München berufen und stellt im Münchner Glaspalast aus. In dieser Zeit hält er eine enge Verbindung zur Schnitzerschule in Oberammergau. Waderé wird bekannt mit seinen für vielfache Anlässe geschaffenen Medaillen und Denkmälern im neoklassizistischen Stil, so zum Beispiel dem "Richard Wagner Denkmal" am Prinzregentenplatz in München (1913). Auch die Attikafiguren über dem Portikus des Prinzregententheaters stammen von ihm, ebenso wie das Dekor an der Außenfront der Villa "Lindenhof" in der Höchlstraße 4. Mit seiner plastischen Arbeit wird er ein geachtetes Mitglied der Münchener Schule. Heinrich Waderé stirbt am 27. Februar 1950 in München.

 

Über seine Kunstauffassung schrieb er einem Schüler folgende Worte ins Stammbuch: "Schaffe jeder, so gut er kann, bleibe er sich treu, gebe er das, was er geben muß, seine Seele in seinem Werk, und er wird nicht umsonst gelebt haben.” (Breuer, 1937)

 

 

 

Ansichtskarte "Handgrantenwerfer" von Heinrich Waderé,

Opfertag 1917 (im Besitz seiner Majestät des Königs von Bayern)