Die starke Bau- und Siedlungstätigkeit in den 1920er Jahren im Münchner Nordosten machte auch den Bau eines neuen Schulgebäudes zwingend. 563 Schüler musste 1934 die aus allen Nähten platzende einzige Schule an der Schnorr-von-Carolsfeld-Straße in Englschalking aufnehmen. Dies war nur im Schichtunterricht möglich, die restlichen 1000 schulpflichtigen Kinder wurden auf benachbarte Schulen in Bogenhausen, Haidhausen, und Berg am Laim verlegt.
Die Planung der Grundschule an der Ostpreußenstraße übernahm Stadtbaurat Hermann Leitenstorfer (1886–1972), der Erbauer des ersten Münchner Hochhauses in der Blumenstraße. Gebaut wurden:
23 Klassenzimmer
Filmsaal
Turnhalle
Gymnastikraum
Schulbrausebad
Brause- und Wannenbad für die Bevölkerung
Mütterberatungsstelle
Gerätehaus für die freiwillige Feuerwehr
Luftschutz- und Hitlerjugendräume im Keller
Offiziantenwohnung
Volksbücherei im Gasreglerhaus
Schulhof mit Schulgarten, Aschenbahn und Sprunggrube für den Sport
Im Mai 1936 konnten 917 Schüler in 20 Klassen (Klassendurchschnitt 47 Kinder) in das neue Haus einziehen. Zur Erinnerung an die Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1914 erhielt die Schule den Namen „Tannenbergschule“.


