Neu! Die Münchner Möhlstraße als Zentrum jüdischen Lebens

Das Gebiet rund um die Möhlstraße in Bogenhausen entwickelte sich nach Kriegsende zu einem Zentrum jüdischen Lebens in Bayern und Deutschland – die ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ wurde zum Sammelplatz der Sche´erit ha-Pleta („Rest der Geretteten“). In der Möhlstraße siedelten sich jüdische Hilfsorganisationen und ein Schwarzmarkt an, der wöchentlich tausende von Münchnern anzog. Die Historikerin Lilly Maier stellt in einem Stadtspaziergang die bewegte Geschichte der Möhlstraße vor. Ausklang im Café lev in der Monacensia.

Viele der prunkvollen Bogenhausener Villen unweit des Friedenengels hatten vor der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten jüdischen Familien gehört, nach 1938 lebten hier SS-Größen wie Heinrich Himmler. Unmittelbar nach Kriegsende begannen die Amerikaner damit, die nun beschlagnahmten Gebäude an Hilfsorganisationen zu verteilen, deren Hauptklientel jüdische Holocaust-Überlebende waren. Sehr bald siedelten sich immer mehr humanitäre und kulturelle Einrichtungen in und um die Möhlstraße an: Es entstand eine jüdische Apotheke und ein jüdisches Krankenhaus, später dann auch eine Synagoge, ein jüdischer Kindergarten und eine jüdische Schule. Stadtbekannt wurde die Möhlstraße aber vor allem wegen des Schwarzmarkts, der wöchentlich tausende von Münchnern anzog.

 

ACHTUNG: Diese Führung wird aufgrund der aktuellen Hitze auf den 4. Oktober verschoben. Die Uhrzeit steht noch nicht fest, weshalb auf dieser Veranstaltungsseite noch keine Änderungen eingestellt sind. Alle die sich angemeldet haben oder noch anmelden sollten werden verständigt, sobald genaue Angaben möglich sind. 

 
Termin
Samstag, 27. Juni 2026

Uhrzeit
15:00 – 16:30

Eintrittspreis
9 € (Mitglieder frei)

Kategorie
Stadtteilspaziergang

Veranstaltungsort
Treffpunkt bzw. Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekanntgegeben.

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