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Die ‚Münchner Lehmzunge‘ – ein Begriff, den heute nur noch wenige kennen, hat das Gesicht unseres Stadtbezirks entscheidend geprägt. Dass aber Lehm nicht gleich Lehm ist, erfahren Sie in einem Vortrag von Prof. Dr. Richard Höfling, Dipl.-Geologe (ehem. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Verschiedene Lehmtypen entstanden weltweit immer wieder in der Erdgeschichte. Nicht alle eignen sich aber für eine Ziegelproduktion. Der glückliche Umstand wollte es, dass verschiedene Lösse (kleinste Sedimentpartikel), aus den zurückschmelzenden Gletscherfronten des Voralpengebiets von Winden ausgeblasen und nach Norden verfrachtet wurden. Es entstanden nacheiszeitliche ausgedehnte Lehmflächen, darunter die Münchner Lehmzunge, die rechts der Isar von Ramersdorf bis Ismaning reichte.Dieser vorher hauptsächlich agrarwirtschaftlich genutzte „Glücksbaatz“ brachte einfachen Bauern und Gastwirten einen bedeutenden Reichtum ein und machte sie zu „Loam-Baronen“. Der Vortrag beleuchtet vorrangig die geologische Geschichte des voralpinen Lösslehms.
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