Ostpreußenschule 2007; hpt © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.
Ostpreußenschule 2007; hpt © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.

Grundschule an der Ostpreußenstraße

Ostpreußenstraße 88

Englschalking

Die starke Bau- und Siedlungstätigkeit in den 1920er Jahren im Münchner Nordosten machte auch den Bau eines neuen Schulgebäudes zwingend. 563 Schüler musste 1934 die aus allen Nähten platzende einzige Schule an der Schnorr-von-Carolsfeld-Straße in Englschalking aufnehmen. Dies war nur im Schichtunterricht möglich, die restlichen 1000 schulpflichtigen Kinder wurden auf benachbarte Schulen in Bogenhausen, Haidhausen, und Berg am Laim verlegt.

Die Planung der Grundschule an der Ostpreußenstraße übernahm Stadtbaurat Hermann Leitenstorfer (1886–1972), der Erbauer des ersten Münchner Hochhauses in der Blumenstraße. Gebaut wurden:

23 Klassenzimmer

Filmsaal

Turnhalle

Gymnastikraum

Schulbrausebad

Brause- und Wannenbad für die Bevölkerung

Mütterberatungsstelle

Gerätehaus für die freiwillige Feuerwehr

Luftschutz- und Hitlerjugendräume im Keller

Offiziantenwohnung

Volksbücherei im Gasreglerhaus

Schulhof mit Schulgarten, Aschenbahn und Sprunggrube für den Sport

Im Mai 1936 konnten 917 Schüler in 20 Klassen (Klassendurchschnitt 47 Kinder) in das neue Haus einziehen. Zur Erinnerung an die Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1914 erhielt die Schule den Namen „Tannenbergschule“.

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