Luftbildaufnahme Parkstadt Bogenhausen 1958 im Geviert von Richard-Strauss-Straße (vorne), Stuntzstraße (rechts), Schreberweg (links) und Gotthelfstraße (oben). Postkarte, Arero-Express, Archiv-Nr. 38.
Luftbildaufnahme Parkstadt Bogenhausen 1958 im Geviert von Richard-Strauss-Straße (vorne), Stuntzstraße (rechts), Schreberweg (links) und Gotthelfstraße (oben). Postkarte, Arero-Express, Archiv-Nr. 38.

Wohnanlage »Parkstadt Bogenhausen«

Bogenhausen

Die 1955 bis 1956 entstandene »Parkstadt Bogenhausen« liegt auf dem ehemaligen »Führergelände« in Bogenhausen, zwischen Richard-Strauss-Straße im Westen, Gotthelfstraße im Osten, Stuntzstraße im Süden und Schreberweg im Norden.

Daten zur Parkstadt:

Größe des Geländes:

220.000 m2

Umfang:

2000 Wohnungen für 6000 Bewohner; erste Großwohnanlage Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg

Bauherr:

Gemeinnützige Wohnstättengesellschaft von 1910, Hamburg

Bauträger:

Neue Heimat Bayern

Besitzer:

seit 1967 Neue Heimat Bayern

Gesamtentwurf:

Franz Ruf

weitere Architekten:

Hans Knapp-Schachleiter, Johannes Ludwig, Sep Ruf, Matthä Schmölz, Helmut von Werz

Landschaftsplanung:.

Alfred Reich

Haustypen:

11-, 12- und 15-geschossige Hochhäuser, mehrere acht-, fünf- und viergeschossige Zeilenbauten; insgesamt 1944 Wohnungen, 135 Eigenheime

Wohntypen:

circa 15 verschiedene Wohnungstypen, von 26 m2 großen Einzelzimmer-Appartements bis zu 80 m2 großen 4 1/2 Zimmer-Wohnungen

Vermietung:

Südhausbau GmbH und Be-Ge-Bau GmbH, München

Garagen:

740; 1969 ergänzt durch eine Tiefgarage mit 460 Stellplätzen.

Ausstattungsstandard:

Für die damalige Zeit hochmodern: Alle Wohnungen besitzen Bäder, Zentralheizung, Balkon oder Loggia.

öffentliche Einrichtungen:

Zentralheizwerk, Zentralwäscherei, Kindergarten, Schule, ein eigenes Ladenzentrum mit Gaststätte, ein kleineres Ladenzentrum. Ein Kino kam über die Planung nicht hinaus. Kirchen (die evangelische Nazarethkirche und die katholische Kirche St. Johann von Capistran) wurden in unmittelbarer Quartiersnähe errichtet.

Verkehrsanbindung:

Ab 1955 Omnibus-Sonderlinie O30, Route Parkstadt – Max-Weber-Platz – Maxmonument – Karlsplatz – Nymphenburger Straße – Winthirplatz. Ab 1963 Stadtbuslinie 55, Route Stuntzstraße – Prinzregentenstraße – Hauptbahnhof. Ab Oktober 1988 wegen U-Bahn-Eröffnung (U4, Böhmerwaldplatz) kein Busverkehr mehr.

Sonstiges:

Das gesamte Ensemble steht unter Ensembleschutz, das »Große Ladenzentrum« und die Parkgaststätte sind seit 1996 unter Denkmalschutz gestellt.

Literatur:

  • Bayerisches Amt für Denkmalpflege
  • Baumeister, Zeitschrift für Baukultur und Bautechnik, 54. Jahrgang, Heft 9, München 1957, S. 619ff.
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