© dietlind pedarnig (2007)
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Villa Delpstraße 15 kurz vor dem Abriss 2015 © dietlind pedarnig
Villa Delpstraße 15 kurz vor dem Abriss 2015 © dietlind pedarnig

Wohnhaus Delpstraße 12

Delpstraße 12

Bogenhausen

Am 29. April 1945 (kurz vor dem gemeinsamen Selbstmord im »Führerbunker« in Berlin) heiratete Hitler seine Geliebte Eva Braun. Etwa zur gleichen Zeit besetzte ein Stoßtrupp der US-Armee das Haus in der Delpstraße 12. Schon am nächsten Tag war das Anwesen komplett leer geräumt und alle Gegenstände wahrscheinlich als Souvenirs in die USA verschwunden. Lange Zeit war ungewiss, was aus dem Haus mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit werden sollte. 1947 zog ein Ehepaar aus Washington ein. Auf dem Klingelschild stand damals noch »Braun« und wie Nachbarn berichteten, wurde das Haus in den folgenden Jahren zur Pilgerstätte für Neo-Nazis. Zuletzt wohnte eine ältere Dame in dem Haus, das Grundstück verwilderte. Nachdem die Frau gestorben war, stand die Villa leer und verfiel zusehends.

Lokalpolitiker aus Bogenhausen baten die Denkmalschutzbehörde zu prüfen, ob eine Aufnahme in die Denkmalliste möglich sei. Doch ein ausführliches Gutachten kam zu dem Schluss, dass das Haus vollkommen marode und kein Denkmal sei. Dann wechselten Haus und Grundstück den Besitzer. Der jetzige Eigentümer, ein Verleger zweier Münchner Tageszeitungen, kaufte es vom Sohn der letzten Bewohnerin. An eine Sanierung wurde nie gedacht und 2015 wurde die Villa komplett abgerissen und ein zweistöckiger Neubau mit Doppelgarage auf dem kostbaren Bogenhauser Areal errichtet.

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