Grundschule an der Oberföhringer Straße

Oberföhringer Straße 224

 

Bis zum Jahr 1958 gingen die Oberföhringer Kinder in ihre alte Dorfschule an der Muspillistraße 27, wo aber nur zwei Lehrsäle und zusätzliche Barackensäle zur Verfügung standen. Wachsender Wohnungsbau nach dem Krieg machte einen neuen Schulbau in diesem Gebiet dringend nötig. Am 12. August 1958 war es dann so weit, das Gebäude mit acht Lehrsälen, einer Turnhalle, schulische Betriebsräumen und einer Offiziantenwohnung wurde eingeweiht und sechs Volksschulklassen konnten den Unterricht in der städtischen Volksschule an der Oberföhringer Straße aufnehmen.

 

Mit den weiter wachsenden Wohnsiedlungen im Münchner Nordosten in den 1960er Jahren herrschte jedoch auch in diesem Gebäude bald wieder Raumnot und ein weiterer Ausbau wurde beschlossen. Auch für diesen zweiten Bauabschnitt zeichneten die Architekten der Parkstadt Bogenhausen, Helmut von Werz und Johann Christoph Ottow sowie Architekt Eduard Fischer verantwortlich, und planten und entwarfen einen weiteren 8-klassigen Schultrakt mit Turnhalle. Auf dem östlichen Teil des Schulgeländes, im Anschluss an die Schulspielwiese, wurde ein Gebäude für einen Kinderhort und eine Mütterberatungsstelle errichtet. Am 15. Oktober 1965 wurde nach einjähriger Bauzeit der Betrieb aufgenommen. Gesamtkosten: 2 936 600 DM.

 

Die Wärmeversorgung der Schule erfolgte übrigens aus dem Müllkraftwerk Oberföhring, womit - so das Zitat aus einer Schriftenreihe des Schulreferats der Landeshauptstadt München 1965 - "die Reinhaltung der Luft durch diese moderne Heizanlage" erreicht wurde.

 

 

1965

 

 

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Textquelle:

"Münchens neue Schulen. Volksschule an der Oberföhringer Str. 224", Schriftenreihe des Schulreferats der Landeshauptstadt München, Heft 20, Alfred-Wurm-Verlag, 1965.

Fotos: 

oben: Grundschule an der Oberföhringer Straße, 2008 © dietlind pedarnig

unten: Ansicht des Pausenhofes und der Lehrsaaltrakte von SO (links II. Bauabschnitt, rechts I. Bauabschnitt), 1965

historische Fotogalerie: Buch-Scan (s.o.)