Prof. Hermann Hahn (18681945)

 

Der in Kloster Veilsdorf in Thüringen geborene Hahn begann seine künstlerische Ausbildung als Zeichner beim Hofmaler Rudolf Oppenheim in Rudolstadt. In den Jahren 1887 bis 1892 besuchte er die Kunstgewerbeschule München und die Kunstakademie München, wo er Schüler von Wilhelm von Rümann war. In dessen Klasse lernte er auch seinen Studienkollegen Bernhard Bleeker kennen, Nach Studienreisen in Europa und einem längeren Aufenthalt in Italien ließ Hahn sich in München nieder, wo er 1902 zum Professor an der Akademie der Bildenden Künste berufen wurde. 1913 erhielt der Bildhauer den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst, 1919 folgte seine Ernennung zum auswärtigen Mitglied der Sektion für Bildende Kunst der Preußischen Akademie der Künste. Drei Jahre später nahm Hahn an der Kunstausstellung im Münchner Glaspalast teil. Hermann Hahn starb am 18. August 1945 in Pullach im Isartal.

 

Charakteristisch für Hahns künstlerisches Wirken war seine realistische, an den Formen der Renaissance geschulte Porträtkunst sowie der Einfluss der Werke und theoretischen Schriften von Adolf von Hildebrand. Hahn unterrichtete in dessen Sinne an der Kunstakademie und beeinflusste damit eine ganze Bildhauergeneration nachhaltig, so auch seine Schüler Georg Brenninger und Josef Henselmann.

 

In München am bekanntesten geworden ist wohl die Bronzefigur des »Rosselenkers« westlich der Alten Pinakothek, Arcisstraße, München (1926). Die 1901 für die Luitpoldbrücke geschaffene liegende Steinskulptur eines Jägers als Symbol für Altbayern dürfte aber nur wenigen als Werk von Hermann Hahn bekannt sein.

 

 

 

 

 

>> Werke von Hermann Hahn in der neuen Pinakothek München

 

 

 

Abbildungen:

oben: Porträt Prof. Hermann Hahn, o.J.

unten: Die Jägerskulptur von Hermann Hahn an der Luitpoldbrücke in München im Jahr 2008, dahinter der Friedensengel mit der Anlage der Prinzregent-Luitpold-Terrasse. Die Skulptur wurde 1954 von Joseph Wackerle erneuert. © rufus46 / wikipedia commons