Kirche St. Rita © privat
Kirche St. Rita © privat

St. Rita

Daphnestraße 27

Bogenhausen-Arabellapark

1968 wurde Kurat Josef Hurler mit dem Aufbau der neuen katholischen Seelsorgsgemeinde St. Rita im Bogenhausener Arabellapark beauftragt, denn die Einwohnerzahl in diesem Stadtteil war mit dem Bauboom der 70er Jahre sprunghaft angestiegen. Bereits Ende 1968 feierte er die ersten Gottesdienste in einer hölzernen Notkirche, während ringsum die Schafe weideten. Ein erster Bauauftrag auf Errichtung eines Pfarrzentrums wurde 1973 von der Lokalbaukommission der Stadt zunächst einmal als »nicht genehmigungsfähig« zurückgewiesen. 1974 erfolgte erneut eine Ablehnung des Bauvorhabens für die inzwischen auf ca. 2500 Seelen angewachsene Gemeinde. Erst 1976 konnte dann schließlich doch ein neues provisorisches Gemeindehaus – ebenso wie die Notkirche aus Holzfertigteilen montiert – eingeweiht werden. Am 21. Juli 1983 kam es endlich zum ersten Spatenstich für das neue Pfarr- und Sozialzentrum mit Pfarrbüro und Pfarrhaus, Caritasbezirksstelle, ökumenischer Sozialstation und Eheberatung sowie Hausmeisterwohnung, katholischer Jugendstelle für das Dekanat München-Bogenhausen, Jugendräumen, Seniorenstube und Gemeindesaal. 1985 wurde dieser Bau eingeweiht, zu dem auf dem nördlichen Teil des Grundstücks inzwischen noch der dreiteilige Kindergarten hinzukam. Am 18. November 1984 konnte schließlich auch die Grundsteinlegung zur Kirche erfolgen. Knapp drei Jahre später, am 11. Oktober 1987, nahm Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter die Weihe der neuen Kirche vor und erhob die bisherige Pfarrkuratie zur selbständigen Pfarrei.

Die Konzeption der gesamten Anlage, die sich – mit Ausnahme des Kindergartens – um einen ruhigen, atriumartigen Brunnenhof gruppiert, stammt von den Münchner Architekten Adolf und Helga Schnierle. Ihnen ist die schwierige Aufgabe zugefallen, den himmelstrebenden und aufregenden Großbaukomplexen des benachbarten Arabellaparks ein beschauliches Pendant entgegenzusetzen auch wenn der Kirchturm bei weitem nicht das höchste Gebäude in dieser Pfarrgemeinde darstellt.

Im Mittelpunkt des Kirchenraumes befindet sich der Altarraum, auf den sich die Kirchenbänke hin ausrichten und von drei Seiten umschließen Dahinter die Apsis mit dem Hochkreuz des Gekreuzigten Christus. Der Altar steht erhöht auf einer Stufeninsel. Auf der Basis einfacher geometrischer Figuren entwickelt sich der Altar aus Kuben, deren Grundriss das Achteck ist. Schon in der Antike war das Achteck Sinnbild der Vollkommenheit, der Ordnung des Universums. In der frühchristlichen Theologie gilt der Tag der Auferstehung als der achte Schöpfungstag. Die Achteckform ist deshalb Sinnbild für das neue Leben in Christus. Auf dem Altar sind als Zeichen für Christus fünf Kreuze entsprechend der fünf Wundmale des Herrn eingemeißelt. Rechts vom Altar in der »Werktagskapelle«, befindet sich eine 115 cm hohe Marienstatue, eine Nachbildung des Originals von Hans Kels d.Ä. (um 1510) in der barocken Wallfahrtskirche St. Coloman im freien Felde in Schwangau.

Aus Gründen des akuten Priestermangels und des weiteren Rückgangs der Katholikenzahlen gehört St. Rita seit Herbst 2008 dem Pfarrverband Bogenhausen-Süd (zusammen mit den katholischen Pfarreien St. Johann von Capistran und St. Klara) an. Mehr zum Gemeindeleben auf der Homepage von St. Rita.

Nach oben scrollen