Johannes Eckart (18401899)

 

Der verarmte Hauptmann David Eckart aus Emskirchen (Mittelfranken) konnte seinen fünf Söhnen und fünf Töchtern nicht viel materielles Gut vererben, aber sie erhielten alle eine gute Ausbildung und gründeten zum Teil in München erfolgreiche Existenzen. Johannes, der zehntgeborene Sohn, wurde zunächst in Nürnberg zum Kaufmann ausgebildet, später wählte er den Beruf des Chemikers und gründete in München die erste süddeutsche beziehungsweise die zweite deutsche Konservenfabrik. Zur besseren Gemüseversorgung seines Betriebs kaufte er Ende des 19. Jahrhunderts das heutige Staatsgut Grub. Die Konservenfabrik Johannes Eckart wurde unter seinen Söhnen, den Kommerzienräten Friedrich und Otto aufgeteilt. 1902 erhielt das Unternehmen die Ehre, sich als Königlich-Bayerischer Hoflieferant bezeichnen zu dürfen, hatte man doch tropenfeste Packungen für die deutschen Truppen in Afrika entwickelt.

 

 

 

 

Ein Bruder von Johannes, Friedrich, war übrigens ebenfalls Chemiker geworden und nach München ausgewandert und hatte in Zamdorf eine Asphalt- und Dachpappenfabrik gegründet. Er war Gemeindebevollmächtigter und Mitglied des Magistrats von München, Landtagsabgeordneter und Führer der Liberalen Partei. Gemeinsam mit Professor Max Pettenkofer führte er in München eine geregelte Abwasserversorgung ein. Nach ihm ist seit 1934 die Friedrich-Eckart-Straße (vormals Denninger Weg) in Zamdorf benannt (Begründung: »verdientes Mitglied des Münchner Gemeindebevollmächtigten-Kollegiums«.)

 

 

 

 

 

Literatur:

Abbildungen von oben nach unten: